EU-Parlament stellt Forderungen für starkes Erasmus+-Budget
Das Europäische Parlament hat den Bericht zum Erfolgsprogramm Erasmus+ mit großer Mehrheit angenommen. Der SPÖ-EU-Abgeordnete und Jugend- und Kultursprecher der sozialdemokratischen Fraktion, Hannes Heide, nutzte die Abstimmung, um sich für eine ausreichende finanzielle Ausstattung von Erasmus+ im nächsten EU-Finanzrahmen starkzumachen. Er betont: „Erasmus ist eines der wichtigsten Bindeglieder der Europäischen Union. Kaum ein Programm ist so erfolgreich und bringt junge Menschen in Europa näher zusammen als Erasmus. Und das Beste dabei ist, dass Möglichkeiten für Student:innen ganz unabhängig vom Geldbeutel der Eltern geöffnet werden. Chancen, wie das Erlernen einer neuen Sprache, die nicht nur den Horizont erweitern, sondern einen echten Vorteil auf dem Jobmarkt bringen können. Somit ist Erasmus auch ein zentrales Instrument des sozialen Ausgleichs in Europa. Insbesondere die Ausweitung des Programms auf Auszubildende und Freiwilligendienste hat dieses Instrument enorm gestärkt. Auch junge freiwillige Feuerwehrler:innen in ganz Österreich haben künftig die Chance, am Erasmus-Austausch teilzunehmen – denn Jeder Europäer und jede Europäerin muss einmal im Leben Erasmus+ erleben können.“
Heide weiter: „Die Zahlen sprechen für sich: Fast 18 Millionen junge Menschen haben in den letzten 40 Jahren von der Erasmus-Erfolgsgeschichte profitiert. Inzwischen sind etwa zwei Millionen Erasmus-Babys das sichtbarste Bild europäischer Integration. Auch die Zufriedenheitsstatistik ist überwältigend: 99 Prozent der Teilnehmenden waren zufrieden mit ihrer Entscheidung eines Erasmus-Auslandsaufenthalts. Im eigenen Umfeld spürt man, wie viele Herzen vom Erasmus-Feuer erfasst wurden. Dieses Feuer muss weiterbrennen und darf nicht durch das Kürzen von Mitteln erstickt werden. Draghi fordert eine Vervierfachung des Erasmus-Budgets als zentrale strategische Priorität der EU – als Europäisches Parlament fordern wir mindestens 47,4 Milliarden, um unsere Ziele und noch mehr Menschen erreichen zu können. Kürzungen des Budgets, wie von den Mitgliedsstaaten vorgeschlagen, sind auf keinen Fall hinzunehmen. Investitionen in Erasmus sind Investitionen in die Demokratie und die Zukunft der Europäischen Union“

